Biobasierte Wasserstoffwirtschaft

Die Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse und die anschließende dezentrale Nutzung des Wasserstoffs mittels Brennstoffzellen ermöglicht eine dauerhaft sichere und nachhaltige Energieversorgung “just in time” zu Preisen, die bei Strom, Wärme und Treibstoffen sehr viel niedriger sind als heute.

Es handelt sich um ein Energiekonzept aus einem Guss, das drei an sich bekannte Technologien bündelt:

  • Industrielle thermochemische Vergasung von Biomasse zu Wasserstoff
  • Verteilung des Wasserstoff über das ehemalige Erdgasnetz an den Endverbraucher
  • Umwandlung des Wasserstoffs mittels Brennstoffzellen in Strom und Wärme beim Endverbraucher

Bei der Stromerzeugung vor Ort entsteht bei nahezu jedem Endverbraucher ein gewaltiger Stromüberschuss. Damit bricht der Handel von Strom über das Stromnetz zusammen. Ein großer Teil des Stroms muss dann in Wärme (verlustfrei) umgewandelt werden, wenn er nicht zur Effizienzsteigerung (Wärmepumpe) genutzt wird. Diese wärmegeführte Energiewirtschaft ist daher prinzipiell verlustfrei.

Der sekundäre Energieträger kann wie Strom, aus allen Formen von Energie hergestellt werden, Anders als beim Strom, bewegen sich die Umwandlungsverluste aber im einstelligen Prozentbereich. Biomasse ist mit Abstand die kostengünstigste Energiequelle.

Die Effizienz der gesamten Energiekette ist so hoch, dass der Verbrauch an Primärenergie von 14.000 PJ auf ca. 3.500 PJ schrumpft. Damit sinken  die Energiekosten auf ein Viertel der heutigen Kosten und das Potenzial steigt mindestens um den Faktor 4. Das ermöglicht den kostengünstigen Ersatz aller atomaren und fossilen Energien durch heimische Ressourcen.

Diese grüne Wasserstoffwirtschaft wird eine Welle der Prosperität auslösen, ähnliche der 3. Industriellen Revolution (Zitat aus. einem EU-Parlament Parlamentsbeschluss)

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aktualisiert am 17.04.2012

PS

Lieber Leser, dieses Energiekonzept, das so ganz anders ist als alles was sie über Energietechnologien wissen, geht Ihnen sicher “gegen den Strich”. Bitte bedenken Sie aber:

Wo alle gleich denken, denkt keiner besonders viel.

Walter Lippmann, Journalist

© Karl-Heinz Tetzlaff

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